POLARLICHTER
KÖNNEN WIR SEHR OFT SEHEN !
Wir können sie fast in
jeder klaren Nacht sehen. Wie zum Beispiel im norwegischen Tromsø und in der
Finnmark, der nördlichsten Provinz Norwegens. Wenn wir ein Stück weit
südlicher gehen, wird es immer weniger. In Südnorwegen werden Polarlichter nur
ein paar Mal pro Monat gesehen. In Mitteleuropa ist das noch seltener, das
Phänomen tritt hier nur noch einige Male pro Jahr auf.
Die besten Aussichten ein
Polarlicht zusehen hat man bei klarem Himmel, von Anfang Oktober bis Mitte
April.
Seinen Ursprung hat das
Polarlicht in der Korona (der äußersten Sonnenhülle, auch als
Sonnenatmosphäre bekannt). Durch die Sonnenaktivität werden Partikel
(elektrisch geladene Teilchen) von der Oberfläche in das Weltall geschleudert,
so entsteht der sogenannte SONNENWIND. Wenn die Sonne heftiger eruptiert,
erreicht der Sonnenwind unseren Planeten schneller.
Die Erde hat ein Magnetfeld,
das sich sehr stark unter dem Einfluss des Sonnenwinds verformt. Auf der
Tagseite der Erde ist die Magnetosphäre (wegen des Sonnenwindes)
zusammengedrängt und auf der Nachtseite ragt sie mehrere Millionen Kilometer
weit in den Weltraum, als eine Art magnetischer "Schwanz". Auf der
Nachtseite können die elektrisch geladenen Teilchen, Protonen und Elektronen,
in die Magnetosphäre einsickern. Das alles ist ein sehr komplizierter Vorgang.
Die grün leuchtenden
Teile der Auroren werden in einer Höhe zwischen circa 80 km und 150 km durch
Sauerstoffatome ausgesendet. In einer Höhe zwischen 150 km und ca. 600 km Höhe
sendet eine elektrisch und energetisch geladene Form der Stickstoffatome die
roten Strahlungsanteile aus. Die Farbe hängt von der Energie ab. Auch die
chemische Natur bestimmt noch mit, welche Farbe das Polarlicht hat.